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Das Land in dem der Honig fließt

*inspired by life 🌸 Verenas Wort.Welten* 


Seit Wochen geschwollene und juckende Insektenstiche geben mir den Impuls, ein homöopathisches Mittel aus meiner Hausapotheke zu nehmen: Apis mellifica, die europäische Honigbiene. Und siehe da es wird besser, erstmal. An Tag drei wie aus dem Nichts zeigt sich jedoch ein neues Symptom. Ein Stechen und Brennen in der Blase. Oh nein, auch das noch! Ich recherchiere nach homöopathischen Mitteln bei Blasenentzündung. Die Liste ist lang. Ganz oben steht: Apis mellifica. Bähm! 

 

Ich falle aus allen Wolken. Zufall? Höchste Zeit meine Homöopathin zu kontaktieren. Das Mittel passt. Eine Woche lang nehme ich also Apis ein und verbinde mich mit der Bienenenergie. 

 

Wie funktioniert so ein Bienenstaat?

Wie ist das Leben in einem Bienenstock? 

Hat die Bienenkönigin eine Botschaft für mich?  

 

Das Leben der Bienenkönigin ist klar geregelt: Fressen, für Nachkommen sorgen und den Staat lenken. Sie wird nur ein einziges Mal den Bienenstock verlassen, um sich von bis zu zwölf Drohnen befruchten zu lassen. Die Spermien trägt sie bis an ihr Lebensende in sich, um ununterbrochen Eier zu legen. Ihre Pheromone regieren ihr Volk. Arbeiterinnen, Drohnen, Ammen, Sammlerinnen, Wächter. Jede(r) kennt ihren Job, ohne Jammern, Klagen, Zweifel. Leben und arbeiten in Harmonie.

 

Für das menschliche Auge mag ein Bienenstaat chaotisch wirken. Doch es herrscht Ordnung. Eine göttliche Ordnung, die aus sich selbst entsteht. Es fließt im Brummen und Summen des Staates. Und noch etwas zeigt sich hier im Land, in dem der Honig fließt: Der Rhythmus. Ein Blick auf den Lebenszyklus einer Arbeiterin verrät, dass sie in ihrem kurzen Leben mehrere „Berufe“ durchläuft. Wann sie welchen beginnt und beendet ist taggenau getaktet. Sie beginnt ihr Leben mit dem Putzen der Waben, in denen der Nachwuchs heranreift. Später produziert sie Gelee Royale und versorgt ältere Maden. Dann produziert sie Wachs für den Wabenbau, wird anschließend Wächterin und irgendwann Sammlerin, welche ausschwärmt und ihrem Volk tänzerisch vermittelt, was draußen los ist. Zum Sterben verlässt sie den Stock, fällt zu Boden und geht in die Nahrungskette ein. Sie ist ihrem ureigenen Rhythmus gefolgt, hat ihre Aufgabe für ihr Volk erfüllt und ganz nebenbei für das Leben auf der Erde gesorgt. Faszinierend schön.  

 

Die Bienenkönigin flüstert mir zu: „Schaffe Ordnung in deinem Leben, sortiere dich und folge DEINEM ureigenen göttlichen Rhythmus“. 

 

Was bedeutet das für mich? Erstmal aussteigen. Aussteigen aus dem System, das nicht meins ist. Zumindest mental. Ruhe. In die Liebe gehen. Bewusst wahrnehmen. Was fühlt sich stimmig an? Was nicht? Wo zeigt sich Klärungsbedarf? In den folgenden Tagen gehe ich in mein Beziehungs- und Familiensystem. Sogar ins Ahnensystem dringe ich vor und beginne zu klären. Verbal, rituell, mit Aufstellungsarbeit. Ich kann richtig spüren, wie sich Energien verschieben. Es kullern auch Tränen, aber dort wo ich ordne, entstehen neue Kraft und Zuversicht. Auf einmal spüre ich was zu tun ist. Zumindest den nächsten Schritt. In welches System ich gehören könnte. Wo ich herkomme und zu Hause bin. Wo es sich gut anfühlt. Dort in MEINEM Rhythmus beginnt das System zu schwingen. Es mit mir und ich mit ihm. Es fügt und ordnet sich. Bienentanz.  

 

Vielleicht kann ich jetzt wie eine Bienenkönigin damit beginnen, mein Seelenreich zu regieren. Das, was schon immer für mich vorgesehen war… und doch bin ich nur eine einfache Biene, die dem großen Ganzen dient. Eine Arbeiterin Gottes, die ihrem Seelenplan folgt. 

 

Und wieder einmal habe ich gelernt: Lausche ich der Stimme meiner Seele, die durch meinen Körper spricht, zeigt sie mir Heilungswege auf. Und den Weg in ein Land, in dem sie genährt ist. In ein Land, in dem der Honig fließt. 

 

Meine *Love-to-do-Liste* erhält einen neuen Eintrag: Hobby-Imkern.  

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