IRLEN-SYNDROM-SCREENING

History

Das Irlen-Syndrom ist eine angeborene Störung in der visuellen Verarbeitung des Lichts und ist nach der amerikanischen Psychologin Helen Irlen benannt. Sie entdeckte zeitgleich in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts mit der Neuseeländerin Olive Mears diese Besonderheit in der Wahrnehmungsverarbeitung.

© Photocase, Tom

 

Was Sie erwartet:

Für die betroffenen Menschen ist das Tageslicht, aber auch künstliches Licht wie Leuchtstoffröhren, zu grell. Normales Licht wird von diesen Personen so erlebt, als würden sie auf ein von der Sonne beschienenes Schneefeld schauen. Normale Reaktionen sind, dass die Augen zusammengekniffen werden oder der Kopf abgewendet wird. Allerdings ist das sehr anstrengend und jeder wird versuchen, solche Situationen zu vermeiden oder beim nächsten Mal eine Sonnenbrille mitnehmen.

Erwachsene und Kinder mit Irlen-Syndrom wollen sich auch vor der Intensität des Lichts schützen und reagieren mit folgenden Symptomen. Diese Symptome sind unterschiedlich stark ausgeprägt, da nicht jeder gleich schwer vom Irlen-Syndrom betroffen ist.

Symptome des Irlen-Syndroms

  • Migräne
  • Kopfschmerzen ohne erkennbare organische Ursachen
  • ADS mit und ohne Hyperaktivität
  • Legasthenie
  • Schmerzende und tränende Augen
  • Nacken- und Rückenschmerzen

Weitere Hinweise auf das Irlen-Syndrom:

  • Erwachsene und Kinder, die trotz guter Intelligenz nicht lesen
  • Erwachsene und Kinder, die das Gelesene nicht verstehen
  • Schulversagen
  • Depressive Verstimmung bis hin zu einer endogenen Depression
  • Schlechtere Berufsausbildung als es dem Intelligenzniveau entsprechen würde

Wie kann geholfen werden?

Erste Hilfe, um die Intensität des Lichts zu vermindern bildet eine farbige Lesefolie. In einem Screening-Verfahren wird die für den Betroffenen richtige Folie oder die passenden Folien herausgefunden. Da die Wirkung sofort einsetzt, kann die Veränderung, die mit den Folien beim Lesen eines Textes eintritt, gleich nach dem Screening festgestellt werden. Erwachsene und Kinder, die nicht laut vorgelesen haben lesen nun einen Absatz eines einfachen Textes fließend vor.

Allerdings ersetzt das Erkennen, dass ein Erwachsener oder ein Kind am Irlen-Syndrom leidet, nicht den Gang zum Augen-Facharzt, um eine eventuelle Sehschwäche oder Augenkrankheit auszuschließen.

Die Lese-Folie ersetzt auch kein Rechtschreibtraining, sie erleichtert das sinnerfassende Lesen und nimmt körperlichen Druck weg.

Beobachtbare Veränderungen:

  • Die Körperhaltung ist aufrecht
  • Der Atem geht gleichmäßig
  • Der Erwachsene oder das Kind sitzt ruhig auf dem Sessel
  • Die Körperhaltung ist entspannt

Anpassen von Filtern

Für Personen, denen die Lesefolie im Berufsleben nicht weiterhilft, ist das Anpassen von farbigen Brillengläsern geeignet. Die Lesefolien mildern das Licht, indem sie auf die Seite eines Buches gelegt werden, die Filter werden als Brille immer getragen. Das Anpassen der Filter geschieht in einem eigenen, sehr aufwändigen Verfahren.

Besonders geeignet:

Für alle Erwachsene und Kinder, die an einem oder mehreren der erwähnten Symptome leiden.

 

Silvia Yanez fragen!


Autorin & Frauen-Kraft-Expertin:
DSA Silvia Yanez
Holistic Pulsing, Dipl. Bach-Blütenberaterin, NLP-Practitioner, Irlen-Syndrom, Screening
silvia.yanez@chello.at

 


Quelle: Silvia Yanez, Foto: pixelio.

 
 
 
 
 
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