ADS/ADHS

History

Wer kennt sie nicht, diese Kinder, die ständig in Bewegung sind, dauernd reden und wirken, als stünden sie unter Hochspannung? Einige dieser Kinder haben sogar eine gewisse Berühmtheit erlangt, da sie als Vorlagen für Romane wie „Pippi Langstrumpf“ oder Wilhelm Buschs Gedicht von „Max und Moritz“ dienten. Eigentlich ist uns allen das Bild eines hyperaktiven bzw. ADHS-Kindes schon lange bekannt.

© bonk! Photocase

Sicherlich war der Begriff „hyperaktiv“ zu jener Zeit noch unbekannt und bis ungefähr Mitte des 20.Jahrhunderts dürften hyperaktive Kinder in den Schulen eher die Ausnahme gewesen sein.

Hyperkinetische, hyperaktive bzw. ADHS-Kinder sind oft achtlos und impulsiv und neigen zu Unfällen. Häufig werden sie bestraft, weil sie eher aus Unachtsamkeit als vorsätzlich Regeln verletzen. Diese Kinder zeigen einen Mangel an Ausdauer bei Beschäftigungen, die angestrengtes Nachdenken erfordern und haben die Tendenz, von einer Tätigkeit zur anderen zu wechseln, ohne jedoch eine begonnene Beschäftigung auch zu Ende zu bringen. Diese Besonderheiten zeigen sich bereits sehr früh, meistens vor Vollendung des fünften Lebensjahres.

In Kindergarten und Schule häufen sich die Beschwerden der Pädagogen über die Distanzlosigkeit des Kindes und über seine Unfähigkeit, sich an Regeln zu halten. Für Hyperaktive Kinder ist es oft schwer, Freundschaften zu Gleichaltrigen zu finden und sie sind daher mitunter isoliert, werden zum „Klassenkasperl“ oder zum Sündenbock einer Klasse.
ADHS-Kinder wirken oft, als wären sie in ihrer Unruhe und Hyperaktivität gefangen.

 

Was Sie erwartet:

Hyperaktive Kinder nehmen sich und ihre Umwelt durch andere Wahrnehmungs-Filter auf als Kinder ohne ADHS. Diese andere Wahrnehmung bedingt zu einem großen Teil die Unruhe und Impulsivität. Die Kinder brauchen Unterstützung in der Eigenwahrnehmung und in der Wahrnehmung ihrer Umwelt und das geschieht am besten durch Bewegungs- und Sinnesschulung. Denn durch gezielte Bewegungsschulung und Erfahrung mit dem eigenen Körper entwickelt sich das genaue Zusammenspiel zwischen dem Kind und der Umwelt.

Die zehn wichtigsten Symptome bei ADHS:

  • Unaufmerksamkeit und leichte Ablenkbarkeit
  • Hyperaktiv und/oder verträumt
  • Impulsivität
  • Vergesslichkeit und schlechtes Kurzzeitgedächtnis
  • Das Kind wirkt zerstreut und chaotisch
  • Große Probleme beim Einhalten von Regeln
  • Schul- und Lernprobleme, Vermeidungsverhalten beim Lernen
  • Große Stimmungsschwankungen in kurzer Zeit
  • Geringer Selbstwert
  • Problematisches Sozialverhalten, gliedert sich nicht in Gruppen ein

Hyperaktiven Kindern muss beim Erlernen sozialer Regeln geholfen werden. Diese Kinder brauchen eine Umgebung, in der ihre gesamte Persönlichkeit anerkannt wird. ADHS-Kinder „verstecken“ ihre Sensibilität und den weichen Kern ihres Wesens häufig hinter ihrer für Eltern und Lehrer schwer zu verstehenden Fassade.

Um ein Kind mit ADHS durch die Schule zu begleiten bedarf es von allen Beteiligten viel Geduld und Ausdauer und schon beinahe chronischen Optimismus

 

Besonders geeignet:

  • Kinder mit Aufmerksamkeits-Defizitsyndrom mit und ohne Hyperaktivität
  • Jugendliche mit Aufmerksamkeits-Defizitsyndrom mit und ohne Hyperaktivität

 

Silvia Yanez fragen!


Autorin & Frauen-Kraft-Expertin:
DSA Silvia Yanez
Dipl. Legasthenietrainerin, Motopädagogisch orientierte Bewegungsschulung
Lerntrainerin, LRS-Beraterin
silvia.yanez@zappelphillip.at

www.zappelphillip.at

 

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Quelle: Silvia Yanez, Fotos: © Silvia Yanez, bonk! Photocase

 

 
 
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