Aufgrund seiner Nationalität ist er im ersten Weltkrieg in Gefangenschaft geraten und trainierte im Gefängnis seine Mithäftlinge. Vor dem zweiten Weltkrieg flüchtete er nach Amerika und heiratete die Krankenschwester Clara, mit der er sein erstes Studio in New York gründete. Dort arbeitete er mit selbst entwickelten Geräten, die ihren Ursprung in Krankenbetten haben, an denen Pilates Federzüge montierte, um bettlägrige Patienten zu trainieren. Mit diesen Geräten erzielte er so große Erfolge, dass er sie auch bei gesunden Menschen einsetzte. Diese Geräte wurden bis heute weiterentwickelt und tragen originelle Namen wie z.B. Reformer, Cadilac, oder Barrel.
Beeindruckt von der anmutigen Bewegung des Tanzes, prägte die Arbeit mit TänzerInnen seinen Stil nachhaltig. So sind auch heute noch viele Übungen im Pilates unter Namen aus dem Ballet benannt (Battement, Passé développés oder Rombe De Jambe). Ebenso beschäftigte er sich mit den asiatischen Bewegungssystemen wie Yoga und der Kampfkunst und fügte daraus Elemente zu seiner Methode hinzu. Er war selbst auch begeisterter Taucher und Skifahrer.
Joseph Pilates war bis ins hohe Alter sehr aktiv und trainierte auch mit über 80 Jahren noch seine (meist viel jüngeren KundInnen). Im Alter von 87 Jahren kam er bei einem Brand in seinem Studio an den Folgen einer Rauchgasvergiftung ums Leben.
Seine SchülerInnen entwickelten und verbreiteten seine Methode weiter, die er selbst Controllogy nannte. Erst viel später wurde seine Methode nach ihm benannt.
Was Sie erwartet:
Vielerorts wird Pilates als ein starres System, als eine Sammlung von Übungen in verschiedenen Stellungen unterrichtet. Wie gut jemand die Pilatesmethode beherrscht wird dann hauptsächlich an der Anzahl und dem Schwierigkeitsgrad der gelernten Übungen gemessen.
Aber es sollte viel mehr darum gehen, die Prinzipien von Pilates nicht nur rationell zu begreifen, sondern körperlich zu erfühlen und dadurch mehr Bewusstsein für unseren Körper zu entwickeln. Wenn wir körperlich verstanden haben, was Länge im Körper bedeutet, wie wir gerade bei schweren Übungen kraftvoll und ruhig atmen können, beherrschen wir viel mehr als 30 oder 60 Übungen. Dann können wir die Pilatesprinzipien auch bei ganz alltäglichen Tätigkeiten umsetzen, und uns so zum Beispiel beim Heben von schweren Lasten oder bei langer Büroarbeit besser vor Verspannungen und Verletzungen schützen.
Die Übungen basieren auf einem harmonischen Wechselspiel von Atmung, Aktivität, Dehnung und Entspannung. Besonders begeistert sind Pilates Anhänger davon, dass man sich nach dem Training nicht erschöpft, sondern wie neu geboren fühlt und sich ein Kräftigungseffekt einstellt. So wirkt das Training zivilisationsbedingten Beschwerden wie etwa Kreuzschmerzen und Nackenverspannungen gezielt entgegen.
Die 8 Prinzipien von Pilates sind:
- Entspannung
- Atmung
- Ausrichtung
- Zentrierung
- Fließende Bewegung
- Konzentration
- Koordination
- Kondition
Besonders geeignet:
- Für Menschen in jedem Lebensalter
- Für Menschen mit Verspannungen und Muskeldysbalancen
- Für Menschen die ihre Körperwahrnehmung verbessern wollen
- Als Ausgleich zu anderen Sportarten
- Zur Verbesserung der Alltagsbewegungen
- Für mehr Selbstbewusstsein durch aufrechte Haltung
- Für die Stärkung der Körpermitte
- Für die Kräftigung der Muskulatur von innen nach aussen


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Autorin & Frauen-Kraft-Expertin:
Margit Schilling-Czernobila
Pilates Master Trainerin
margit@pilatesteam.at
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Quelle:Margit Schilling-Czernobila
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